Ilona, ich wünsche Dir bei der Unterstützung Ihres Mannes Kraft und Ihrem Mann einen guten Weg aus dem Tal. Eine schnelle Reha ist nach einem Schlaganfall wohl das Allerbeste. Ich bedaure, dass der Rehaplatz nicht unmittelbar zur Verfügung steht. Ich bin bei Ihnen und Ihrem Mann, habe ich doch das einschneidende Erlebnis in meinem Leben in starker Erinnerung, auch wenn es bei mir schon über acht Jahre zurückliegt.
Einen Rat, wie Sie Ihrem Mann „therapeutisch“ helfen können, habe ich leider nicht wirklich parat. Helfend dürfte aber sein, dass Sie Ihrem Mann absolut zur Seite stehen und mit ihm gemeinsam auf einen guten Weg „zurück ins Leben“ setzen. Jeder Schlaganfall ist auch anders.
An sich selbst zu glauben, den unbedingten Willen für die Wiedererlangung der Beweglichkeit zu haben, wird hilfreich sein. Ich kann nur Mut zusprechen, nicht aufzugeben und selbst zu kämpfen und die Therapien mit den TherapeutInnen immer wieder mit eigener Kraft mitzumachen, auch wenn es im Anfang nicht immer wirklich merklich weitergeht.
In den ersten Wochen habe ich auch manchmal verzweifelt, da ich keine Verbesserung meiner Situation erkennen konnte, jedenfalls nicht meiner Ungeduld entsprechend. Aber als ich nach sechs Wochen meinen Rollstuhl verlassen konnte, entwickelte ich Ehrgeiz, in dem dreistöckigen Rehagebäude grundsätzlich den Fahrstuhl links liegen zu lassen und den Weg zu den Therapiestationen in den verschiedenen Etagen immer über die Treppe zu meistern. Ich denke, dass war neben den Therapien ein zusätzliches Training. Nach drei Monaten Reha konnte ich so den Heimweg mit meiner Frau ohne Rollstuhl antreten, und hatte drei Monate später auch meinen Handstock in die Ecke gestellt. Ich kann zwar auch heute nicht einfach locker gehen, meine Fußheberschwäche bedeutet schon eine Einschränkung. Auch kann ich meine rechte Hand nur bedingt einsetzen.
Aber mit Hilfe meiner guten TherapeutInnen in der Reha und danach für gut 3,5 Jahre im örtlichen Therapiezentrum und vor allem mit dem Beistand meiner Frau, die mir immer wieder Mut zusprach, konnte ich bis heute meinen Weg, wenn auch mit Handicap, meistern. Ein Schlaganfall ist nicht das Ende, man muss den neuen Weg aber annehmen und mit großem Willen den Kampf „zurück ins Leben“ angehen. Ich wünsche Ilonas Mann auch diesem Weg alles Gute und gute Besserung und Ilona die Kraft, Ihrem Mann zu unterstützen.
Ilona, meine Ausführungen sind sicher heute kein wirklicher Trost, ich wollte nur aufzeigen, mag der Weg auch lang sein, immer am Ball bleiben und kämpfen, kann den Weg zurück ins Leben aufzeigen. Ich wünsche Ihrem Mann gemeinsam mit Ihnen, den Weg erfolgreich anzugehen. Der Weg mag sich bei Ihrem Mann ja auch besser gestalten, als es bei mir war. Ich wünsche Ihnen Beiden dabei alles Gute und gute Besserung.
Kommentiert am 26.12.24 - Training des Tages mit Roland
26. Dezember, 12:16 Uhr
Nach einer Erkältungsbedingten Pause war ich heute wieder dabei. Die Dehnungen vielen mir zunächst wieder schwer, es wurde aber zunehmend besser. Anspruchsvoll waren die Übungen aber schon. Den Wechsel in der 8 Minute konnte ich nicht. Ich wünsche Roland und Team und allen Gruppenmitgliedern einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag.