Tordes Filleböck Lieber Tordes, ich kann Dich voll verstehen. Bei Übungen, bei denen man liegt und an die Decke schaut oder seinen Blick, wie bei dieser Übung, gen Himmel gerichtet hat, braucht es sehr viele Erklärungen, die nur das Gehör verarbeiten kann, so dass man es sich beim Ausführen der Übung gut vorstellen und gleich umsetzen kann. Sich nur das Video fünfmal anzuschauen bringt da wenig, man sieht ja auch beim Roland kaum die Kontraktionen der Muskulatur. Ich habe auch sehr lange gebraucht und bin heute oft noch unsicher, ob ich das richtig mache( nach 2 Jahren) , besonderes die Überstreckung mit dem Druck auf die Stirn ist mir immer noch ein Rätsel, denn durch den angehobenen Arm verkrampfe ich mir die Halsmuskulatur auch gerne mal, anstatt hier die Aufdehnung des vorderen Halsseite(?) zu erreichen. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass da mal fix jemand ein Bild in die Kamera hält, auf der mit zwei, drei Pfeilen die konkrete Schub-Richtung im Hinblick auf die Druckpunkte gezeigt wird, oder…modernes Tech-Zeitalter….kurz ne Animation einblendet. Man sieht ja nicht wirklich was, wenn Roland seine Muskeln anspannt.
Drum….hier habe ich mit Geduld und Vertrauen und am Anfang mit wenig Druck und gaaaanz vorsichtig mich von Woche zu Woche rangetastet, also immer, wenn diese Übung in den Daily’s kam.
Mein heutiges Verständnis ( wie gesagt, nach 2 Jahren ) dieser Übung ist:1. ich achte unbedingt darauf, dass der Oberkörper aufrecht ist und aufrecht BLEIBT ( und nicht mit nach hinten kippt).
2. ich will nun den Kopf als Ganzes parallel nach hinten schieben, so als ob ich ihn vom Oberkörper wegschieben will. Dabei drücke ich gegen das leicht gesenkte Kinn, damit sich die hinteren, unteren Halsmuskeln dehnen. Ich spüre das da, wo der Übergang vom Schädelknochen zum Hals ist. Oft auch die Muskelstränge, die seitlich vom Hals bis hinters Ohr ziehen.
3. gebe ich nun auch noch Druck auf die Stirn, dann zieht es bei mir fast im ganzen Kopf( am Anfang fühlte es sich an wie Messerstiche und ich war echt am zweifeln, ob ich das richtig mache, inzwischen ist es besser)
4. Beim Überstrecken des Kopfes bilde ich mir ein, dass der Kopf nicht einfach nur nach hinten gekippt werden soll, sondern weiterhin in einer leichten Parallelen Verschiebung nach hinten ( so als ob man sich hinten am Hals ne Beule rausdrücken will, während man sich vorn ganz leicht ein Doppelkinn rausquetscht😜) Millimeter für Millimeter angehoben wird. Ich mache das manchmal auch im Wechsel so: erst wieder ein bisschen nach hinten drücken, dann einen Milimeter anheben, dann wieder drücken…und wieder etwas anheben. So taste ich mich, je nach Tagesform und Schmerzlevel eben auch manchmal einfach nur ran. Manchmal lasse ich auch die drückenden Finger weg, weil ich sonst schnell Verkrampfungen im Schulterbereich bekomme ( wir haben ja alle so unsere mitgebrachten Krankheitsbilder und Einschränkungen).
Es ist natürlich schwer, innerlich ablaufende Vorgänge im Außen als Text zu beschreiben, die war mein reiner Erfahrungsbericht und keine Handlungsanweisung. Was ich aber weiß ist, es dauert. Besonders im Halsbereich. Stückchen für Stückchen wird aber die HWS mit jeder Übung dazu auch viel geschmeidiger ….und gibt nach. So war es bei mir. Ist es immer noch. Hoffe, Du kannst was aus meinemBeticht mitnehmen, dass Dir ein bisschen hilft. Liebe Grüße zu Dir und allen, Happy Sporteln…
Kommentiert am 11.08.24 - Sonntags-Taining
11. August, 02:12 Uhr
Super Sonntagstraining wieder! Vielen Dank. Habe den Eindruck, Roland hat die Kommentare der letzten Tage gelesen/erhört😉, denn es war sehr detailliert in den einzelnen Übungen. Hat mir sehr gut gefallen. Nochmals Danke und allen einen schönen Sonntag