Juni 10, 2025
• Bearbeitet (Jun 10, 2025)

Öffentlich sichtbare Streaks

Hier noch eine Ergänzung zum Thema Streaks:

Was passiert, wenn Streaks öffentlich sind?

Sozialer Vergleich

Menschen vergleichen sich automatisch mit anderen – ob bewusst oder unbewusst. Öffentliche Streaks laden dazu ein, sich über „Leistung“ oder „Durchhaltevermögen“ zu definieren – was:

Motivierend wirken kann (z. B. „Wenn sie 60 Tage schafft, kann ich das auch“),

aber oft auch entmutigend, beschämend oder wettbewerbsverzerrend wirkt (z. B. bei Krankheit, hoher Belastung, individuellem Tempo).

Leistungsdruck und Scham

Wenn Streaks Teil des „öffentlichen Profils“ sind, entsteht sozialer Druck: Man möchte nicht „schlecht“ dastehen, seine Serie nicht verlieren, sich keine Blöße geben.Das kann z. B. zu pseudoaktivem Verhalten führen („Ich schließe die Übung nur ab, damit mein Streak bleibt“), ohne inhaltliches Interesse.

Wirkung auf Selbstwert

Öffentlich sichtbare Streaks können den Selbstwert binden an eine Kennzahl – nicht an eigene Bedürfnisse, Werte oder Fortschritte. Das birgt die Gefahr, sich selbst entfremdet zu fühlen: „Ich tu das nicht mehr für mich, sondern für mein Bild nach außen.“

Gruppendruck oder Ausgrenzung

In Gruppen oder Communities (auch in der L&B Community....) kann so eine Art „implizites Ranking“ entstehen. Wer keine Streaks hat, wirkt weniger engagiert oder motiviert – obwohl das inhaltlich überhaupt nicht stimmen muss.

Auch einige dieser Aspekte klangen alle schon an.

Insofern ist es gut, dass man das mit den Streaks ausschalten kann. Allerdings fehlte das in der Kommunikation.

Zudem ist es aber schade, dass man den Streak ausschalten muss, damit er nicht für andere sichtbar ist - weil man ihn dann auch selbst nicht mehr in der implementierten Form sieht ( die bunten Zahlen). Aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das stimmt.

Ich finde, da könnte ggfls noch nachgebessert werden.

LG Jac 😊